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- Völkerwanderung (von 375n.Chr.: Hunneneinfall bis 568 n.Chr.: Langobarden in Italien
- 476: Ende des weströmischen Kaisertums
- 482 bis 511: Chlodwig I. errichtet fränkisches Großreich
- 751: Hausmeier Pippin wird fränkischer König
- 756: Pippinsche Schenkung
Das Frühmittelalter beginnt mit dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches im Jahr 476 n.Chr.
Als Folge der Völkerwanderung besiedelten Germanenstämme römischen Boden. Um Angriffe abzuwehren, werden im 4. Jh. n.Chr. Germanen als Föderaten an den Grenzen angesiedelt, sie erhalten Jahrgelder und sollen den Grenzschutz übernehmen.
Einige germanische Stämme hatten im 3. Jh. n.Chr. die Gemeinschaft der Franken ("die Freien") gebildet, in Betonung ihrer Unabhängigkeit von Rom, einzelne Gruppen der Franken gehörten seit dem 5. Jh. ebenfalls zu den Föderaten. Nach Zusammenbruch der römischen Zentralverwaltung in Gallien errichteten sie dort fränkische Königreiche
Einer dieser fränkischen Könige war Chlodwig (von der Sippe der Merowinger). Er besiegte die benachbarten fränkischen Königreiche und errichtete so ein Großreich in Nordgallien. Damit herrschte er nun neben den germanischen Großreichen im Westen des Imperiums, den Westgoten in Südgallien und Nordspanien, den Burgundern zwischen Loire, Rhone und Rein, nördlich von den Burgundern die Alemannen und den Vandalen in Nordafrika.
Chlodwig ließ sich taufen und sah sich nun von Gottes Gnaden in sein Amt eingesetzt.
Nach fränkischem Erbrecht waren alle Söhne des Königs erbgleichberechtigt und jeder erhielt ein eigenes Königtum, was im Laufe der Zeit zu einer Teilung des fränkischen Reiches führte. So entstanden allmählich drei Regionen, eine östlich (Austrien mit der Hauptstadt Reims), eine westlich (Naustrien mit der Hauptstadt Paris) und eine südliche (Burgund mit der Hauptstadt Orléans).
Ein wichtiges Amt am fränkischen Königshof war das des Hausmeiers. Er stand an der Spitze der königlichen Gefolgschaft und hatte die Aufsicht über den königlichen Grundbesitz.
Die Macht der Hausmeier wuchs stetig an. Karl "Martell" ("Hammer"), Hausmeier 714-741, bezeichnete sich bereits als der wirkliche Machthaber im Frankenreich. Sein Sohn Pippin III wurde 751 vom Papst Stephan II zum König ernannt, als Gegenleistung zog er mit seinem Heer gegen die Langobarden, die Rom bedrängten und zwang den Langobardenkönig Aistulf zur Rückgabe der eroberten Gebieteppin III kooperierte mit Papst Stephan IIKarl, ein Sohn Pippins, richtete seine Außenpolitik auf Expansion und Heidenmission aus und vergrößerte das Territorium des Frankenreiches noch einmal gegenüber der Merowingerzeit.
Karl wurde noch von seinen Zeitgenossen "der Grosse" genannt, nach ihm erhielt die Sippe der Karolinger ihren Namen. Unter Karl dem Großen wurden alle großen Klöster zu Bildungszentren mit Schulen und Schreibstätten, in letzteren wurden die Werke der wichtigsten antiken Autoren abgeschrieben.
Im Jahr 800 wurde Karl der Große zum Kaiser gekrönt
Das Frankenreich zerfiel bald nach dem Tod Karls des Großen (814), es entstanden ein ost- und ein westfränkisches Reich, die Vorläufer Deutschlands und Frankreichs.
Mit der Wahl Konrads I. vollzog sich 911 der Übergang vom ostfränkischen zum deutschen Reich.
Wirtschaftliche Organisationsform war die Grundherrschaft, charakterisiert durch Herrenhof und ihn umgebende Bauernhäuser. Ein kleiner Teil des Besitzes wurde vom Grundherrn selbst bewirtschaftet, der Rest wurde von abhängigen Bauern genutzt, die dafür Abgaben und Frondienste leisten mussten.
Die Äcker mussten nach der Ernte mehrere Jahre brach liegengelassen werden, bevor sie wieder Erträge bringen konnten, deshalb waren Jagd und Tierzucht weitere wichtige Nahrungsquellen.
Große Bedeutung gewann auch der Fernhandel. So entstand im 10. Jh. die erste abendländische Handelsgroßmacht Venedig, die mit Byzanz und Ägypten Waren austauschte. Daneben entwickelte sich auch der Handel an der Nord- und Ostsee, begonnen von den Friesen und später übernommen von den Normannen.
2010 by Diana Reeck Diana.Reeck@gmx.de